Immobilienmarktbericht Düsseldorf 2026 – Kaufpreise im Überblick
Vom teuren Pflaster Altstadt bis zum günstigeren Garath: die aktuellen Quadratmeterpreise in Düsseldorf im Stadtteilvergleich, Stand Juli 2026.
Wie haben sich die Immobilienpreise in Düsseldorf 2026 entwickelt, und wo liegen die größten Preisunterschiede zwischen den Stadtteilen? Dieser Marktbericht gibt einen ausführlichen Überblick auf Basis aktueller Daten mehrerer Immobilienportale, Stand Juli 2026. Die genauen Werte schwanken je nach Quelle, Erhebungsmethode und Stichprobengröße leicht – die folgenden Zahlen geben daher eine Orientierung, keine exakte Bewertung im Einzelfall.
Gesamtstädtische Entwicklung
Aktuelle Portale wie immowelt und Homeday beziffern den durchschnittlichen Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen in Düsseldorf auf rund 4.400 bis 4.800 Euro. Im Jahresvergleich zeigt sich eine moderate Aufwärtsbewegung – die Preise sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, nachdem sie in den Jahren zuvor eher stagnierten oder leicht rückläufig waren. Diese Entwicklung deckt sich mit dem bundesweiten Trend: Nach den Zinssteigerungen der Jahre 2022 bis 2023 hatten sich viele deutsche Wohnungsmärkte zunächst abgekühlt, bevor sich 2025 und 2026 in vielen Großstädten wieder eine leichte Erholung der Kaufpreise zeigte. Für Häuser liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis aktuell bei rund 5.478 Euro – deutlich über dem Niveau von Eigentumswohnungen, was vor allem am begrenzten Angebot an bebaubaren Grundstücken innerhalb der Stadtgrenzen liegt.
Preise im Stadtteilvergleich
Die Preisunterschiede zwischen den Düsseldorfer Stadtteilen sind erheblich. Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl an Stadtteilen mit ihren aktuellen durchschnittlichen Quadratmeterpreisen für Wohnimmobilien:
| Stadtteil | Preis (ca. €/m²) |
|---|---|
| Altstadt | 8.160 |
| Oberkassel | 6.800 |
| Golzheim | 5.400–7.700 |
| Pempelfort | 5.400–5.800 |
| Bilk | 4.523 |
| Flingern | 4.500–5.500 |
| Kaiserswerth | 5.114 |
| Garath | 3.343 |
Die Altstadt ist mit durchschnittlich rund 8.160 Euro pro Quadratmeter der teuerste Stadtteil Düsseldorfs – ein Preisniveau, das durch die begrenzte Zahl an Wohnimmobilien in der historischen Innenstadtlage und die hohe Nachfrage nach repräsentativen Adressen erklärt wird. Am unteren Ende der Skala liegt Garath mit rund 3.343 Euro pro Quadratmeter. Auf Ebene der Stadtbezirke kostet Wohneigentum im zentralen Stadtbezirk 1 im Schnitt 6.681 Euro pro Quadratmeter, im günstigsten Stadtbezirk 10 dagegen rund 3.767 Euro – ein Preisunterschied von fast 3.000 Euro pro Quadratmeter innerhalb derselben Stadt.
Oberkassel und Golzheim als gehobenes Segment
Rechtsrheinisch zählen vor allem Golzheim und die linksrheinische Nachbarschaft Oberkassel zu den teureren Lagen Düsseldorfs. In Oberkassel liegen Eigentumswohnungen bei durchschnittlich rund 6.800 Euro pro Quadratmeter, Häuser sogar bei über 8.500 Euro. Golzheim zeigt mit einer Preisspanne von 5.400 bis 7.700 Euro pro Quadratmeter eine große Bandbreite, die von einfacheren Bestandswohnungen bis zu hochwertigen Neubauten reicht. Bei den Mietpreisen führt in diesem Segment traditionell Niederkassel mit rund 19,48 Euro pro Quadratmeter vor Golzheim mit etwa 18,63 Euro – beide Stadtteile profitieren von ihrer Nähe zur Innenstadt bei gleichzeitig eher ruhigem, grünem Charakter.
Bilk und Flingern als mittleres Preissegment
Ein Stadtteil im mittleren Preissegment ist Bilk, wo Eigentumswohnungen aktuell bei rund 4.523 Euro pro Quadratmeter liegen – mehr dazu in unserem Stadtteilporträt Bilk. Auch Flingern bewegt sich mit einer Preisspanne von etwa 4.500 bis 5.500 Euro pro Quadratmeter in einem für Düsseldorfer Verhältnisse moderaten Rahmen und profitiert zugleich von seiner Nähe zu neuen Entwicklungsgebieten wie dem METRO Campus und dem entstehenden Quartier D.STRICT. Beide Stadtteile zeigen exemplarisch, wie eine gute Anbindung und ein lebendiges Gastronomie- und Kulturangebot auch ohne Spitzenpreise für eine hohe Nachfrage sorgen können.
Kaiserswerth: historisch geprägt, moderat im Preis
Kaiserswerth im äußersten Norden Düsseldorfs bildet mit rund 5.114 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen einen interessanten Sonderfall: Trotz seines historischen Ortskerns und des guten Rufs als ruhige, grüne Wohnlage liegt der Stadtteil preislich unterhalb von Oberkassel oder der Altstadt – ein Hinweis darauf, dass die Entfernung zur Innenstadt und zu den zentralen Arbeitsplatzstandorten für viele Käufer weiterhin ein relevanter Preisfaktor ist, selbst wenn die Wohnqualität vor Ort hoch eingeschätzt wird.
Was das für Verkäufer und Käufer bedeutet
Wer eine Immobilie verkaufen möchte, sollte den eigenen Stadtteil und die konkrete Lage innerhalb des Stadtteils genau einordnen – Durchschnittswerte sagen wenig über den Wert einer einzelnen Wohnung oder eines einzelnen Hauses aus. Eine individuelle Bewertung berücksichtigt zusätzlich Zustand, Ausstattung, Stockwerk, Baujahr, energetischen Standard sowie – bei Eigentumswohnungen – den Zustand der Eigentümergemeinschaft und anstehende Sanierungen. Für Käufer lohnt sich der Blick auf die Preisspanne innerhalb eines Stadtteils: Gerade in Golzheim oder Flingern liegen einfache Bestandsobjekte und hochwertige Neubauten preislich teilweise weit auseinander.
Methodische Hinweise
Die in diesem Bericht genannten Werte stammen aus mehreren Immobilienportalen, die jeweils eigene Erhebungsmethoden verwenden – etwa auf Basis von Angebotspreisen, tatsächlichen Transaktionen oder einer Kombination aus beidem. Angebotspreise liegen erfahrungsgemäß tendenziell über den später tatsächlich erzielten Verkaufspreisen. Zudem beruhen viele Portalwerte auf einer begrenzten Zahl an Vergleichsobjekten pro Stadtteil, wodurch einzelne besonders hoch- oder niedrigpreisige Transaktionen den Durchschnitt spürbar verschieben können. Die genannten Zahlen sollten daher als Orientierungswerte verstanden werden, nicht als exakte Bewertung eines konkreten Objekts.
Häufige Fragen
Welcher Stadtteil in Düsseldorf ist am teuersten?
Die Altstadt führt mit durchschnittlich rund 8.160 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Oberkassel und Golzheim im gehobenen Segment.
Wo ist Wohneigentum in Düsseldorf am günstigsten?
Garath liegt mit rund 3.343 Euro pro Quadratmeter am unteren Ende der Preisskala unter den hier betrachteten Stadtteilen.
Sind Angebotspreise und tatsächliche Verkaufspreise identisch?
Nein, Angebotspreise liegen erfahrungsgemäß tendenziell über den später tatsächlich erzielten Verkaufspreisen, da sie den Ausgangspunkt für Verhandlungen darstellen.
Fazit
Düsseldorf bleibt ein Markt mit deutlichen Preisunterschieden zwischen den Stadtteilen – von rund 3.300 Euro in Garath bis über 8.000 Euro in der Altstadt pro Quadratmeter. Wer den Wert der eigenen Immobilie kennen möchte, kommt an einer individuellen Bewertung nicht vorbei. Details zum Ablauf eines Verkaufs finden Sie in unserem Ratgeber zum Wohnungsverkauf.
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Quellen: immowelt, Homeday, immoverkauf24, McMakler, Engel & Völkers Preisatlas, jeweils Stand Juli 2026. Werte je nach Quelle und Erhebungsmethode leicht abweichend, daher als Richtwerte zu verstehen.
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